Erfasse den Zustand, der den Trade verändert hat
Du musst nicht jedes Gefühl dokumentieren. Erfasse den Zustand, der Einstieg, Größe, Management oder Exit beeinflusst hat: etwa diszipliniert, ängstlich, FOMO, Revenge Trading, ungeduldig oder Overtrading.
Nutze für alle Trades denselben kleinen Wortschatz. Einheitliche Tags lassen sich leichter vergleichen als jeden Tag eine neue Beschreibung.
Trenne Emotion und Ausführung
Angst zu spüren bedeutet nicht automatisch, dass der Trade schlecht war. Frage, was die Emotion verändert hat. Bist du zu früh ausgestiegen, hast du das Setup ausgelassen, die Größe sinnvoll reduziert oder eine Regel gebrochen?
Vergleiche Gleiches mit Gleichem
Werte jeden Psychologie-Tag neben P&L, Trefferquote, Markt, Session, Richtung und Stichprobengröße aus. Ein Tag kann teuer wirken, weil er vor allem in einem schwierigen Markt oder nur nach Verlusten vorkommt.
Formuliere eine Wenn-dann-Reaktion
Mach aus einem wiederkehrenden Muster eine konkrete Reaktion: Wenn ich einen Verlust mit vollem Risiko nehme, warte ich vor der nächsten Order fünf Minuten. Wenn ich FOMO markiere, verlange ich vor dem Einstieg einen Screenshot des Setups.
Prüfe die Reaktion nach einer aussagekräftigen Stichprobe. Das Journal soll dir helfen, einen Prozess zu testen – nicht dich für eine Emotion zu bestrafen.