Minute 0–2: Fakten festhalten

Erfasse das Nettoergebnis nach Provisionen, Konto, Markt, Symbol, Richtung, Session und Größe. Halte Kapitalbewegungen wie Einzahlungen oder Auszahlungen vom Trading-P&L getrennt.

Interpretiere den Tag noch nicht. Der erste Durchgang schafft eine verlässliche Aufzeichnung, keine Geschichte.

Minute 2–5: Ausführung bewerten

Prüfe, ob das Setup deinem Plan entsprach, die Größe deine Regel einhielt und der Exit deiner beabsichtigten Entscheidung folgte. Ein grüner Trade kann schlecht ausgeführt sein; ein roter Trade kann diszipliniert sein.

Markiere den emotionalen Zustand, der die Entscheidung spürbar verändert hat. Nutze einen kleinen Wortschatz, damit die Daten über die Zeit vergleichbar bleiben.

Minute 5–8: vergleichen, nicht raten

Vergleiche die Session mit einer relevanten Stichprobe: gleicher Markt, gleiche Richtung, Tageszeit oder Psychologie-Tag. Erkläre einen einzelnen einprägsamen Trade nicht zum Muster.

Sieh dir die Trades hinter einer Kennzahl an. Durchschnittswerte ohne Stichprobe können Ausreißer, veränderte Positionsgrößen oder wenige extreme Tage verbergen.

Minute 8–10: einen nächsten Schritt wählen

Notiere eine Reaktion, die sich in der nächsten Session beobachten lässt. Beispiele: nach einem Verlust bei voller Positionsgröße fünf Minuten pausieren, vor einer größeren Position einen Screenshot verlangen oder ein Setup meiden, bis die Stichprobe zehn Trades erreicht.

Ein Schritt genügt. Ein Journal wird nützlich, wenn die Auswertung das Verhalten verändert – nicht wenn sie die längste Notiz produziert.